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Training

Laufen
Laufen ist sehr verbreitet, es stärkt die allgemeine Fittness und dient der Gewichtskontrolle. Laufen kann überall erfolgen, wir brauchen nur Laufschuhe, T-Shirt und Hose. Laufen ist auch auf Dienstreise oder in der Mittagspause möglich, wo immer sich ein Zeitfenster auftut. Laufen kann man in den Alltag einbauen, der Lauf zur Arbeit und zurück, wo immer möglich kann man Kilometer sammeln. Laufen ist Volkssport, jeder größere Stadt hat inzwischen ihren eigenen Marathon und die meisten sind ausgebucht. Aber Laufen kann man auch trainieren, dabei geht es nicht nur um Schnelligkeit sondern auch um Laufstile. Was ist ökonomisch, was schont die Gelenke? Welchen Laufschuh soll ich benutzen? Ist es besser im Wald zu laufen, auf weichem Boden oder soll man besser walken?

Fersen- oder Rückfußlauf
Beschreibung  
Landung über die Außenkante der Ferse bei leicht gebeugtem Bein, Abrollen und Abdruck mit dem Vorfuß
Verwendung  Der typische Jogging- und Dauerlaufschritt, Halbmarathon- und Marathonläufer
Vorteil  
Sehr ökonomisch. Der Lande- und Abdruckpunkt liegen rund 30 Zentimeter auseinander, das bedeutet Landgewinn am Boden ohne dafür weiter und höher springen zu müssen! Diese Strecke legt man während der Abrollbewegung recht stabil zurück (Ausnahme: Überpronation).
Nachteil  
Orthopädische Belastung bei der Landung geht etwas mehr auf die Knochen und Gelenke, stärkt sie durch den Reiz aber auch. In schwierigem Gelände wie auf Wurzelwegen oder Geröll im Tritt sehr unsicher.
Empfehlung  
Ideal zum Rollen auf ebenem Waldboden und Asphalt! Wenn Sie nicht extrem überpronieren, ist dieser Stil für Dauerlauf und Wettkämpfe von 10km bis Marathon und länger zu empfehlen, orthopädisch auch zu empfehlen für bergablaufen (dabei kleinere Schritte machen und im Knie abfedern!)


Mittelfußlauf
Beschreibung
Landung eher auf der Außenkante des ganzen Fußes, leichtes Abrollen und Abdruck mit dem Vorfuß
Verwendung
Der gelegentliche Kompromiss, geeignet für Dauerlauf eventuell bis Marathon
Vorteil
Verteilt die orthopädische Belastung etwas gleichmäßiger
Nachteil
Überlastung der Außenkante des Fußes
Empfehlung
Eigentlich weder Fleisch noch Fisch, aber ein guter Kompromiss. Für leichte Überpronierer als Stil für Dauerlauf und Wettkämpfe von 10km bis Marathon und länger zu empfehlen. Noch besser ist es allerdings alle Stilarten abzuwechseln!

Ballen- oder Vorfußlauf
Beschreibung
Landung und Abdruck mit dem Ballen (Vorfuß)
Verwendung
Der typische Berglauf-, Mittelstrecken- oder Sprinterschritt
Vorteil
Mehr Kraftentfaltung und längerer Schritt möglich, vermeidet bei starker Kippbewegung des Fußes (Überpronation) das Einknicken nach innen, da nicht über den ganzen Fuß abgerollt wird.
Nachteil
Orthopädische Belastung geht mehr in den Vorfuß, Muskel- und Sehnenapparat, da bei Landung und Abdruck jeweils der Ballen, die Wadenmuskulatur und Achillessehnen, belastet werden. Kein "Landgewinn" am Boden wie beim abrollenden Fersenlauf. Ballenläufer müssen dafür höher und weiter springen, was den Aufprall verstärkt.
Empfehlung 
Optimal für Sprint, Mittelstrecke bis 5km, teilweise auch 10km, Bergauflauf, allerdings immer sehr kraftraubend. Manchmal ist auch bergauf, wenn es nicht zu steil ist, das Abwechseln mit Fersenlauf zu empfehlen. Gut auch im Gelände, bei Crossläufen und auf Geröll und Wurzelwegen. Nichts für Übergewichtige und Läufer mit Beschwerden an den Achillessehnen!