Meine sportlichen Aktivitäten
Sport bedeutet für mich Entspannung und Motivationstraining. Ich bin begeisterter Langläufer und Radfahrer. Es würde mich freuen meine sportlichen Erlebnisse und Höhepunkte mit Ihnen zu teilen. Wie im Beruf so ist auch im Sport Einsatz und eiserner Wille der Weg zum Erfolg. Mein Motto: "Du mußt trainieren, wenn kein anderer mehr trainiert". Damit wurde Lance Armstrong 7-facher Toursieger. Auch, wenn meine Ambitionen deutlich kleiner sind, so freue ich mich natürlich auch über neue Bestzeiten.
Don't give up without a fight.
Berlin - Frankfurt
Ich hatte nach meinen Radaktivitäten noch 2 Marathons im Visier: Berlin und Frankfurt. Berlin war natürlich etwas knapp von der Vorbereitung, effektiv zur 2 Wochen, d. h. wenigstens zwei 30 km Läufe, mehr war nicht drin. Aber der Lauf sollte sein. Ich bin auch gut reingekommen, am Ende fehlten dann doch etwas die Kräfte. Es war auch sehr heiß, man mußte unterwegs viel trinken. Ich konnte mich mit einer Zeit unter 3:29 ins Ziel retten.
Für Frankfurt hatte ich mit mehr vorgenommen. Aber es lief schlechter. Ich hatte vorher wenig Erholung, bis zum Lauf gearbeitet, wenig Schlaf, kein Tapering. Das habe ich bitter bezahlt. Die letzten Kilometer waren Kampf, ich wurde gnadenlos überholt und konnte nichts mehr entgegensetzten, 3:29:00 meine Zeit, einige Sekunden schlechter als in Berlin. Ich war frustriert. Aber man kann nichts machen. Die Erfahrung muß verarbeitet werden und beim nächsten Mal läuft es besser. Trotzdem ist Frankfurt zu empfehlen, am Ende der Saison ein schöner Lauf, das Ziel in der Festhalle ist etwas Besonderes.
Der Granfondo Fausto Coppi Radmarathon
Fausto Coppi, der „Campionissimo“, das heißt „der Meister der Meister“. „Ein einsamer Mann in Führung, sein Trikot ist weiß-celeste, sein Name ist Fausto Coppi“ . Er war wohl der charismatischste Rennfahrer seiner Zeit und ein Individualist. Sein Leben kompromißlos, sein Tod tragisch. Mit nur 40 Jahren stirbt Fausto Coppi an Malaria. Er infizierte sich mit dem Erreger bei einem Rennen im afrikanischen Obervolta .
Zur Erinnerung an den großen Rennfahrer findet jährlich der Radmarathon statt und ist ein Klassiker des internationalen Radrennsports. Er bietet zwei Streckenlängen (GRANFONDO mit 200 km + 4.500 Hm / MEDIOFONDO mit 120 Km + 2.500 Hm): ein unvergessliches Abenteuer für Mann und Frau in verschiedenen Altersklassen zwischen 18 + 65 Jahren. Die äußerst schwierige Granfondo-Strecke führt in die herrlichen Piemonteser Seealpen im Nordwesten Italiens, nahe der französischen Grenze, auf die Pässe Sampeyre und Fauniera sowie auf den Madonna-del-Colletto-Pass.
Nach dem "Ötztaler" letztes Jahr stand dieses Jahr der Granfondo Fausto Coppi auf dem Programm. Zur Vorbereitung war ich in Teneriffa und habe mich mehrfach den Tede bei bis zu 40°C hochgeschraubt. Aber wie heißt es so schön: "Quitters never win and winners never quit". Aber um nicht aufzugeben, muß man die Beine hart machen, damit sie einen auf die Gipfel bringen und so war der Familienurlaub auch einbißchen Trainingslager. Letztlich hat es sich gelohnt. Obwohl der Aufstieg zum Fauniera-Pass mit kurzzeitigen 22% Steigung durchaus zu Absteigen verlockt hatte, habe ich es geschafft auf dem Rad zu bleiben und auch nicht mit dem Rad umzufallen. Die Abfahrt ist auch etwas italienisch, d. h. Straßen mit vielen Schlaglöchern und Unebenheiten. Da heißt es den Lenker fest umklammern und beten. Glücklich ist man sturzfreu durchzukommen. Nach 10 Stunden und 45 Minuten war ich im Ziel, und es war unvergäßlich. Die Berge haben eine Mystik und ich fand es wieder bestätigt, dass es nichts schöneres gibt als Pässe fahren.
Alpentour zum Großglockner
Es gibt kaum etwas schöneres als Pässe fahren, vor allem wenn das Wetter gut ist. Einer der schönsten Alpenpässe ist sicherlich die Hochalpenstrasse zum Großglockner. Die Tour ist ein Erlebnis. Nach meiner Laufsaison im Frühjahr, die ich mit den 25 km von Berlin, dem alten Franzosenlauf abgeschlossen habe, wollte ich nun unbedingt auf's Rad. Obwohl ich erst wenige Trainingskilometer hatte, zog es mich in die Alpen und ich wollte die ersten Höhenmeter sammeln in Vorbereitung auf den "Fausto Coppi" im Spätsommer. Und es ging besser als gedacht. Schon am ersten Tag konnte ich 3300 m steigen und insgesamt waren es dann 8500 m. Ich war zweimal auf dem Großglockner und es war ein Traum. Die Straße ist sensationell, leider etwas viele Biker (zuviel Krach und zuviel Abgase). Aber trotzdem der Triumph überwiegt. Mit einem Motorrad kann jeder hochfahren. Ich weiß gar nicht, wo da der Spaß ist? Es lag noch sehr viel Schnee oben, was die Atmosphäre noch verschönerte. Leider sind die Alpen etwas weit weg von Berlin. Ich werde mich mal mal bei Skoda-Velothon testen.
The 113th Boston Marathon
Boston ist die Mutter aller Straßenmarathons und es ist der traditionellste Marathonlauf nach den Olympischen Spielen. Er findet jährlich am Patriot's Day, dem dritten Montag im April, im US-Staat Massachusetts mit Start in Hopkinton und Ziel in Boston statt. Der erste Lauf fand am 19. April 1897, etwa ein Jahr nach dem Marathon bei den Olympischen Spielen 1896 in Griechenland, statt. Beim ersten Lauf waren 15 Athleten am Start. Dieses Jahr waren es 23163, die zweitgrößte Zahl nach 1997, dem 100jährigen Jubiläum. Im Frauen-Feld gab es beim Sieg der Kenianerin Salina Kosgei (2:32,16 Stunden) mit einer Sekunde Vorsprung vor der äthiopischen Titelverteidigerin Dire Tune die knappste Entscheidung in der Geschichte des Events. Bei den Männern beendete Deriba Merga (Äthiopien) mit seinem überzeugenden Triumph in 2:08,42 Stunden die dreijährige Dominanz von Robert Cheruiyot (Kenia).
Für mich war der Lauf spektakulär. Nach New York dachte ich zunächst, in Boston wird nicht soviel los sein, da man ja draußen startet und dann zunächst durch kleine Ortschaften läuft. Aber falsch gedacht. Der Amerikaner feiert seine Helden und er hatte Grund dazu. Mit Ryan Hall und Kara Goucher waren Amerikaner sowohl bei den Männern als auch bei der Frauen aussichtsreich und so durfte man an der Strecke ein Feuerwerk erleben, die Leute waren begeistert und in Massen an die Strecke gekommen. In Deutschland steht man am Rand und guckt und der größte emotionale Ausraster ist ein Klatschen. Der Amerikaner brüllt, schreit, kreischt pfeift und tut alles gleichzeitig. Man ist aufgedreht und getrieben und dann kommt die Zielgerade. Man sieht sie schon von weitem und spürt das Glückgefühl und die Freude noch gute Beine zu haben, um einen respektablen Sprint hinzulegen. Ich bin 3:20:11 gelaufen und war sehr zufrieden. Nach New York meine zweitbeste Zeit. Egal wie das Profil ist in Amerika läuft man schneller.
Vattenfall BERLINER HALBMARATHON 2009
Der Vattenfall BERLINER HALBMARATHON ist für mich immer Beginn der Laufsaison und für alle Berliner Läufer ein MUST. Auch diesmal war Weltklasse im Elitefeld der Männer und Frauen und eine großartige Stimmung bei den 170.000 Zuschauern entlang der Strecke. 25.193 Teilnehmer hatten sich angemeldet, so viele wie noch nie. Ich war gut durch den Winter gekommen. Natürlich hätten es einige Laufkilometer mehr sein können. Der Wille war da, was gefehlt hat, war die Zeit und immer nur nachts mit Stirnlampe zu laufen zermürbt. Aber es gilt nicht zu jammern sondern Biß und eiserne Disziplin zu zeigen. Ich war mit dem Lauf zufrieden. Am Ende standen 1:32:53. Eine gute Vorbereitung für Boston. Ich würde noch einige 30 km-Läufe machen und dann müßte es reichen.
New York Marathon 2008
Das größte Rennen der Welt über 42,195 km gilt heute als das Mekka des Marathonlaufens schlechthin. Auf der Rampe zur Verrazano-Narrows-Bridge in Staten Island startet die Sightseeing-Tour, die durch so unterschiedliche Viertel wie Brooklyn, Manhattan, durch Harlem und die Bronx führt. Die letzten Meilen führen durch den Central Park. Der New York Marathon ist berühmt wegen seiner ganz besonderen Stimmung, nicht weil man hier besonders schnell laufen kann. Das Gegenteil ist der Fall: Wegen zahlreicher Brücken und einiger ansteigender Passagen werden hier - trotz des Anfeuerungs-Kicks - Bestzeiten nur äußerst selten gelaufen.
Für mich hatte der Lauf alles gehalten, was er versprochen hatte. Selbst das frühe Rausfahren, die ersten gegen 4:00 Uhr, gehört dazu. Dann das Warten auf den Start mit der aufgehenden Sonne, die Kälte, die in Folie eingehüllten Läufer, der warme Kaffee. Die Stimmung ist einmalig. Und dann das langsame Entkleiden, das Vorgehen zum Start. Ich war in der ersten Welle. Die letzten Minuten dann in der Kühle, die Nationalhymne, dann Frank Sinatras "New York New York" und dann der Starschuß nach 4 Stunden Wartenzeit. Ich bin das Rennen angegangen wie einen 100 m Lauf. Die Stimmung peitscht einen nach vorn und man muss sich bremsen, um nicht zu überdrehen. Meine Pulsuhr gab keine Signale und so hatte ich keine Kontrolle, die Zwischenzeiten in Meilen waren auch etwas ungewöhnlich, da man als Europäer km-Zeiten gewohnt ist. Und so läuft man mit einem Dauerkreischen im Ohr, nur auf den Brücken ist Ruhe und in Queens. Die letzten 5 km waren hart, da die Beine doch schwerer wurden. Aber trotzdem in New York wird man deswegen nicht langsamer. Es gilt den Autopiloten einzuschalten, den Tunnelblick einlegen und dann durch. Ich bin 3:17:49 gelaufen. Für mich Bestzeit.
Paula Radcliffe siegte zum dritten Mal nach 2004 und 2007 am Big Apple und schlug in 2:23:56 Stunden die Russin Ludmilla Petrowa (2:25:43) und die US-Amerikanerin Kara Goucher (2:25:53).
Im Männer-Rennen von New York lag der Brasilianer Marilson Gomes dos Santos (2:08:43) zum zweiten Mal nach 2006 in Front. Er gewann in einem knappen Finale vor dem Marokkaner Abderrahim Goumri (2:09:07), der schon im Vorjahr Platz zwei belegt hatte, und kassierte wie Radcliffe 165.000 Dollar Prämie.
New York ist einmalig. Ich werde wiederkommen.
real,- BERLIN-MARATHON 2008
Trotz großer Befürchtungen wegen des Wetters im Vorfeld, fand der Berlin-Marathon bei idealen Bedingungen statt. Haile Gebrselassie und Irina Mikitenko krönten das Jubiläumsrennen beim 35. real,- BERLIN-MARATHON. Der Äthiopier lief als erster Athlet über die 42,195 km unter 2:04 Stunden. Nach 2:03:59 war Haile Gebrselassie im Ziel. Irina Mikitenko nutzte die perfekten Bedingungen mit Temperaturen zwischen 12 und 16° Celsius, Sonnenschein und kaum Wind zu einer Traumzeit: 2:19:19 Stunden und durchbrach damit die 2:20-Stunden-Barriere.
Auch in Bezug auf die Gesamtgröße hat der 35. BERLIN-MARATHON neue Maßstäbe gesetzt. 35.913 Läufer und Walker hatten das Ziel am Brandenburger Tor erreicht – so viele wie nie zuvor. Der bisherige Rekord lag bei 32.600 aus dem Jahr 2007. Damit ist der real,- BERLIN-MARATHON 2008 das fünftgrößte Marathonrennen aller Zeiten gewesen.
Es hat mit sehr viel Spaß gemacht mitgelaufen zu sein. Trotz etwas verkürzter Vorbereitungszeit durch das Radfahren habe ich mich während des gesamten Rennens gut gefüllt und war mit meiner Zeit von 3:22:14 zufrieden.
Und wie heißt es so schön nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Ich freue mich auf den Saisonhöhepunkt, den ING New York City Marathon 2008.
Ötztaler Radmarathon 2008
Der Ötztaler Radmarathon mit Start und Zielort in Sölden fordert von Profis und Amateuren absolute Höchstleistungen. Dieser bereits seit 27 Jahren stattfindende Radmarathon ist mit seinen 238 KM Länge und 5.500 Höhenmetern schon sehr schwierig. Ca. 4.000 Teilnehmer bewältigen an einem Tag zwischen Nord- und Südtirol die Anstiege und jeweiligen Abfahrten ins Kühtai auf 2.020 Höhenmeter, den Brenner mit 1.370 Höhenmetern, den Jaufenpaß mit 2.090 Höhenmetern und als Highlight die Überquerung des Timmelsjoch auf 2.509 Höhenmeter. Unterschiedlichste Wetterbedingungen von Sonnenschein bis Schneefall und die attraktive Route nähren den Mythos des Ötztaler Radmarathon als internationalen Radsportklassiker.
Für mich war es das schönste aber auch das härteste Rennen, das ich bis dato gefahren bin. Es ist immer eine Frage des Trainings und des Gewichts, wie gut man über die Berge kommt. Mein Gewicht war optimal, das Training hätte besser sein können. Mit knapp 3000 gefahrenen Radkilometern war ich sicherlich nicht optimal vorbereitet. Aber was soll man tun, wenn die Zeit knapp ist. Es gibt ja noch die Arbeit und eine Familie. Da ist jeder gefahrene Trainings-Kilometer irgendwie erkämpft. Ich war 11:25:44 unterwegs. Die Stimmung war einmalig und wenn man die Serpentinen zum Timmelsjoch hochradelt (Höhenunterschied 1759m) da kommt schon so etwas wie Tour de France Feeling auf. Und natürlich ist es ein herrliches Gefühl über den Pass zu fahren und sich in die Abfahrt zu stürzen. Ich werde wohl demnächst wiederkommen und dann besser vorbereitet.
5. Juni 2008 - 9. Berliner DKB-TEAM-Staffel
„Das Team ist alles!“ bei der Berliner DKB-TEAM-STAFFEL mitten im Zentrum Berlins zwischen Brandenburger Tor, Siegessäule und Potsdamer Platz. Jedes Team besteht aus 5 Mitgliedern, die je 5 km durch den Tiergarten laufen.
Insgesamt hatten sich 3.775 Staffeln zur 9. Auflage der DKB-TEAM-Staffel gemeldet, das waren 18.875 Läuferinnen und Läufer. Die TEAM-Staffel ist die am schnellsten wachsende Veranstaltung von SCC-RUNNING. Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: Es macht einfach mehr Spaß im Team zu laufen!
Auch für uns Neurochirurgen der Charité ist dies ein sehr traditionsreiches Rennen. Die Staffel der "Brain Runners" war letztes Jahr die beste der Charité und diesen Ruf ging es zu verteidigen. Und ich denke wir haben unsere Erwartungen und Hoffnungen getoppt. Obwohl alle das Gefühl hatten zu wenig trainiert zu haben, war das Ergebnis sehr gut: 1:41:23 bedeutete Platz 39 in der Gesamtwertung und wiederum beste Charité-Staffel. Vielleicht schaffen wir nächstes Jahr die 1:40:00-Marke. Auf alle Fälle sind wir wieder dabei und auf alle Fälle werden wir großen Spaß haben.
25. Mai 2008 - Skoda VELOTHON BERLIN
Es war ein wirklich schönes Erlebnis durch ein Auto-freies Berlin zu fahren. Alles war optimal, das Wetter, die Strecke und das Publikum. Sicherlich ist ein Jedermann-Rennen durch die Stadt nicht ganz ungefährlich. Deshalb bin ich auch lieber streckenweise allein im Wind gefahren. Aber auch das macht wahnsinnigen Spaß vor allem wenn die Zuschauer einen anfeuern. Ein Lob den Organisatoren. Meine Zeit 2:45:43, Schnitt 37,1 km/h. Ich war zufrieden. Natürlich ist es noch ein weiter Weg nach Sölden zum Ötztaler Radmarathon am 31.08.2008. Es warten 5500 Höhenmeter auf einer 238 km-Strecke auf mich. Aber ich bin mir sicher, es wird ein großer Spaß.
6. April 2008 - 28. Berliner Halbmarathon
Es war mein Einstieg in die diesjährige Laufsaison. Das Wetter war besser als vorhergesagt. Insgesamt war es ein sehr schöner Lauf unter nahezu optimalen Temperaturen. Meine Zeit war 1:34:00. Zwar keine Bestzeit, aber ich war zufrieden. Zumal ich die letzte Zeit deutlich in meinen Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt war. Es hat großen Spaß gemacht und das Berliner Publikum war wieder super. Ich freue mich auf die nächsten Events. Leider kann ich beim 25-km-Lauf am 4.5. nicht teilnehmen, da ich da zum Wirbelsäulenkongress in den USA bin.
Mein nächstes Highlight ist das Skoda Velothon Berlin 2008. Das erste Radrennen für Jedermann in Berlin. Sicher ein Topereignis.


































































































