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Anschlußinstabilität cervical

Es ergibt sich oft die Frage: "Wie hoch ist das Risiko einer so genannten Anschlußinstabilität bzw. allgemeiner gefaßt Anschlußproblematik"? Die Frage ist durchaus relevant, das dieses Problem existiert. Wenn ein größerer Wirbelsäulenabschnitt fusioniert bzw. versteift wird, dann wirkt dies wie ein Hebel und übt starke Kraft auf die Nachbarsegmente aus. Es ist hierbei notwendig diese stärker belasteten Segmente zu schützen. Dies geschieht in dem die Nackenmuskulatur gekräftigt wird, um die höhere Beanspruchung der Bandscheiben zu kompesieren. Dabei ist das Training ein Dauerzustand. Denn wenn ein Muskel 3 Tage lang keinen Reiz bekommt, fängt er an zu schwinden und das Segment wird geschwächt.
An diesem Beispiel zeigt sich das Problem. Eine Patientin wurde über 3 Segmente versteift. Dies war notwendig, da Einengungen des Wirbelkanals bestanden. Es gab keine Alternative, da bereits neurologische Ausfälle vorhanden waren. Die postoperativen Bilder zeigten regelrechte Verhältnisse, d. h. gute Position der Implantate, normale Bandscheibe in den Nachbarsegmente. Nach 3 Jahren entwickelte die Patientin wiederum Beschwerden. Im Röntgen zeigte sich eine Erniedrigung der Bandscheibe und im MRT ein Bandscheibenvorfall im Anschlußsegment. Die Patientin wurde operiert und um die Versteifung nicht zu verlängern wurde ein Mobilitäts-erhaltendes Implantat verwendet, ein so genanntes DCI.

Postoperatives Bild nach Fusion in 3 Segmenten. Beachte die Bandscheibe oben benachbart zur Fusion. Dies ist unaufällig.

Nach 3 Jahren zeigte sich einer Erniedrigung des Bandscheibenfachs und ein Bandscheibenvorfall im MRT.

Es erfolgte eine Operation mit Entfernung des Bandscheibenvorfalls und Implantation eines flexiblen, beweglichen Implantats.