Skoliose

Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Sie kann unterschiedliche Ausprägung haben und unterschiedliche Ursachen.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen der Skoliose des Jugendlichen und der Skoliose des älteren Menschen, der so genannten degenerativen Skoliose, die hier insbesondere betrachtet wird. Die Skoliose des Jugendlichen wird in speziellen Skoliosezentren behandelt und ist sehr komplex.

Ursache der degenerativen Skoliose ist der Verschleiß der Bandscheiben mit Höhenminderung und Instabilität. Wenn diese Instabilität durch den Muskelbandapparat nicht aufgefangen werden kann, dann können verschiedene Formen der Wirbelsäulenverkrümmung resultieren.

Galerie Skoliose

Dadurch kommt es auch zur Verlagerung des Körperschwerpunkts, Fehlhaltungen, Beckenschiefstand, ISG-Syndrom und vielem mehr. Diese Veränderungen und Fehlbelastungen sind häufig mit Rückenschmerzen aber auch nervalen Schmerzen in den Beinen verbunden, wenn es zu Einengungen der Nervenaustrittspunkte, den so genantgen Neuroforamina kommt. 

Das Ziel einer Operation ist die Beseitung der Schmerzen. Dies erfolgt durch die Wiederherstellung der Wirbelsäulenbalance und die Dekompression von Nerven sowie eine eventuelle Erweiterung des Wirbelkanals. Mit Hilfe von Schrauben-Stab-Systemen kann das Lot der Wirbelsäule wiederhergestellt und die Wirbelsäule stabilisiert werden. Dadurch wird der Verschleißprozeß an den Gelenken (Spondylarthrose) und den Bandscheiben (Spondylchondrose) gestoppt. Die Operation erfolgt in minimalinvasiver, mikrochirurgischer Technik, d. h. ohne große Schädigung des umgebenden Gewebes und der umgebenden Strukturen. Der Patient kann selbst bei ausgedehnten Operation bereits am gleichen Tag aufstehen und nach 7 Tagen entlassen werden.